Die Waldesruh’ ist hin

Langsam wächst eine Buche. Mindestens 25 Jahre dauert es, bis sie mannshoch ist. 2005 beschloß der Freistaat Bayern die Forstreform. In den letzten Jahren sind deshalb ständiges Motorsägengeräusch, breite Schneisen und riesige Halden von Baumstämmen im Sebalder Reichswald bei Lauf die Folgen. Langsam wächst der Unmut in der Bevölkerung.

Waldkampf

Claudia Blank vor einem Schild, das die Forstbehörde unweit der Einsatzstellen des Harvesters aufgestellt hat. Darauf steht: „Viel Waldvergnügen. Genießen Sie Ihren Wald.“

Seit zwei Jahren kämpft Claudia Blank, daß die massive Zerstörung gestoppt wird. Sie begann mit Leserbriefen und wütenden Anrufen.  Jetzt hat sie ein größeres Ziel.
„Es sah aus, als hätten Riesen mit den Stämmen Mikado gespielt. Die Leute waren alle entsetzt“, erinnert sich Claudia Blank an die ersten zerstörerischen Eindrücke im Waldgebiet bei Lauf-Kotzenhof und Lauf-Rudolfshof vor etwa drei Jahren, 2012. In Lauf-Kotzenhof ist sie aufgewachsen. Viel Zeit hat sie deshalb im Wald verbracht, mit anderen Kindern Bäche gestaut, Räuber und Gendarm gespielt. Seit über fünfzig Jahren kennt sie Schleichwege und jeden Trampelpfad, die sich nie verändert hatten. Blank holt tief Luft und sagt: „Jetzt ist es anders“.

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