Die Taube auf dem Kriegsplakat

Die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Georg Ratzinger und den Gouverneur von Westsibirien hatte Karlheinz Sollfrank in seinem Taubenmuseum im Nürnberger Süden schon zu Gast. Die ca. 150 000 Exponate auf über 700 m2 haben mehr als 100 000 Besucher aus aller Welt gesehen. Zu seiner Sammlung gehören prachtvolle Figuren aus Meißner Porzellan, Plakate aus aller Welt, Schriften von den Anfängen der Taubenzucht im Mittelalter, aber auch so manch Kurioses.

Man weiß nicht, wohin man zuerst sehen soll: auf die teils deckenhohen Gemälde mit Schwärmen von Tauben an der Wand, in die vielen Vitrinen mit Porzellanfiguren oder in die Ecken mit Plakatständern, Ehrenurkunden, Medaillen, Postkarten oder Briefmarken. Karlheinz Sollfrank deutet auf eine Porzellantaube von der Königlichen Manufaktur aus Kopenhagen; sie gehört zur Serie „Dänischer Tümmler“, einer Taubenrasse. Er bekam sie 1968 im dänischen Roskilde geschenkt, wo er als Preisrichter bei einer Taubenschau eingeladen war. Längst hat er alle anderen, die dazu gehören: „Wenn man so eine Serie hat, ist man irgendwie perfekt“, sagt er. Wie viele Exponate er genau hat, kann er gar nicht sagen. Aber alles ist penibel im Computer erfaßt. Ständig kommen neue Objekte herein; Überflüssiges wird aussortiert. Denn Karlheinz Sollfrank versucht, „alles auf einen hohen Qualitätsstandard zu bringen“.

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