Die Rückkehr der Donnerbüchsen

Wenn sie dampfend und fauchend über die Gleise rollen, leben alte Zeiten wieder auf: Historische Lokomotiven und Wagen schlängeln sich wie anno dazumal durch das Wiesenttal. Die verrußte Schienenromantik findet auch in der Fränkischen Schweiz eine wachsende Schar von Anhängern.

Der Schornstein der Lok „Ebermannstadt“ stößt in hastigem Takt Dampf und schwefelig riechenden Rauch in den fränkischen Himmel. Ihr schmetternder Auspuffschlag und das Dröhnen der Dampfpfeife sind über Kilometer weit zu hören. Auf der offenen Plattform gleich hinter der schwarzen Lokomotive drängeln sich die Eisenbahn-Freaks. Dort bekommt man am meisten vom rußgeschwärzten Dampf und dem typischen Kohle-Aroma ab. Sie verdienen sich dort ihren „Rußorden“, sagen die Lokführer anerkennend. Der zischende Abdampf und das Kesselgeräusch sind Musik in ihren Ohren. Rund 25 000 DampflokLiebhaber und Touristen pilgern von Mai bis Oktober nach Ebermannstadt, um dort auf der 16 Kilometer langen Eisenbahnstrecke eine Reise in die Vergangenheit anzutreten. Sie drängeln in die „Donnerbüchsen“, wie die seit 1921 gebauten Personenwagen der Deutschen Reichsbahn wegen ihres lauten Dröhnens und der fehlenden Dämmung auch heißen. Oder in einen der historischen Triebwagen aus den 1930er Jahren, die heute im Besitz des Vereins „Dampfbahn Fränkische Schweiz“ sind.

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