Die rosigen Babys der frommen Nonne

Was die Franziskanerin Maria Innocentia Hummel malte, gerinnt im oberfränkischen Rödental zu Porzellan und bevölkert weltweit die Vitrinen

Hummelfiguren am 15.12.2000 Foto: Wolf-Dietrich Weissbach C 3151Ein putziges, entzückendes Baby wird es gewesen sein, das da am 21. Mai 1909 im niederbayerischen Massing das Licht der Welt erblickte. Hätte jemand den glücklichen Eltern erzählt, daß es knapp 100 Jahre später einmal 250 000 Fans des kleinen Mädchens in über 50 Ländern rund um den Globus geben würde – sie hätten wenigstens ungläubig das Elternhaupt geschüttelt: „Was denn – unsere kleine Berta?“ Und dann hätten sie jenem Propheten vorsorglich den Vogel gezeigt. Tja. Es ist eine putzige und entzückende Welt, in der die Sammler der Hummel-Figuren leben. Manche dieser Liebhaber kreieren sogar Kostüme, worin sie die eigene Erscheinung auf die geradezu kultisch verehrten Objekte ihrer Sammelwut ein bisschen näher abstimmen können. Der Gegenstand solch, sagen wir ruhig, in jähzorniger Innigkeit zelebrierten Verehrung entstammt stets dem gleichen Schoß: Um die vierhundert verschiedene Figuren sind es, die die Brennöfen der Porzellanfabrik W. Goebel in Rödental bei Coburg seit 1935 beinahe unentwegt gebären. Darunter so Klassiker wie die „Gänseliesl“, „Mädchen und Junge unterm Schirm“, das „Geigerlein“ oder Neuheiten la „Wanderlust“, „Festtagsstrauß“ und die exklusive Edition: „Behalt mich lieb“.

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