Die oberfränkische Fichtelgebirgstracht

TrachtObfr02Der Granit läßt mich nicht los“, befand schon Geheimrat Goethe bei seinen Besuchen im Fichtelgebirge. Er traf hier bodenständige und einfache Menschen, die der kargen, felsigen Landschaft mit ihren hohen, dunklen Fichtenwäldern ein freundliches Wesen entgegensetzten. So schlicht wie die Menschen damals im Fichtelgebirge lebten, so ist auch die Tracht angelegt, die noch heute vom Fichtelgebirgsverein getragen wird: eine auf den ersten Blick schmuckarme Tracht für alle Festlichkeiten. Erst beim zweiten Hinsehen fallen die Besonderheiten auf – eine kunstvoll gewebte Zierborte am Rock oder das glänzende Einstecktuch der Frauen. Annalena Müller trägt zur einfachen, weißen Bluse ein schwarzes Mieder mit dunkelblauem Rock. Schürtze und Tuch sind auf die Rockfarbe abgestimmt. Gelb und Grün werden traditionell bei der erneuerten fränkischen Tracht im Fichtelgebirgsverein verwendet, während die Männer fast alle die gleichen Trachtteile tragen: lederne Kniebundhose zu weißem Hemd und roter Weste.
Die Jacke ist immer dunkelbraun wie das Holz im Fichtelgebirge. Jan Müller ist in dieser traditionellen Tracht gewandet, die zu Feierlichkeiten, beim Deutschen Wandertag oder auch bei Tanzauftritten des Fichtelgebirgsvereins getragen wird. Der Fichtelgebirgsverein ist Frankens größter Wander- und Heimatverein mit rund 21 000 Mitgliedern in 55 Ortsgruppen.

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