Die Nieren müssen sauber sein und dürfen nicht „brunzeln“

Kirchweih im „Berggasthof Glatzenstein“: Da ist es quasi ein Natur­- gesetz, daß auf der Speisekarte ganz oben die „Vogelsuppe“ steht. Im Nürnberger Land verhält es sich damit übrigens wie mit der „Zauberflöte“ in der deutschen Opernlandschaft: Es gibt sie überall, aber stets anders inszeniert. Die Art ihrer Darbietung ist folglich beliebter Gesprächsstoff.

Chefkoch Willibald Bernet mit den Leberknödeln

Chefkoch Willibald Bernet mit den Leberknödeln

Weil in der Gemeinde Neunkirchen am Sand so gut wie keine fränkische Wirtschaft mehr übrig ist, ist der Gasthof im Ortsteil Weißenbach am Fuße der weithin sichtbaren Felsformation „Glatzenstein“ der einzige Ort, wo noch die traditionelle Wirtshauskirchweih gefeiert wird. Es gibt hier weder Kirche noch Schiffschaukel und Schießbude, einfach nur „a guts Essen und a Bier und am ersten und letzten Tag a weng a Musik“. Das reicht.
Das Wetter paßt, und so sind an diesem Freitag im Nu alle Bänke im Biergarten besetzt. Manche Gäste haben sich fesch (typisch fränkisch!) in Dirndl und Lederhose geworfen, man freut sich an der Aussicht ins weite Land, ein jeder hat Hunger und Durst mitgebracht, und die Bedienungen müssen rennen. Bringen Bier, Limo, Apfelschorle, Schnitzel, Pommes und Bratwürste, Schweinelende und Pfefferhaxen – und die Vogelsuppe. Oder vielmehr den ersten Gang von der Vogelsuppe.

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