Der Theatermacher geht

Michael Lerchenberg, seit 2004 Intendant der Luisenburg-Festspiele, kehrt Wunsiedel den Rücken. Der Abschied wird einer mit Pauken, Trompeten, Blasmusik und bekannten Theatergesichtern, wie Mr. Mistoffelees und seinen Kätzchen, den Blues Brothers, dem Boandlkramer und Heidi.

Ja, Michael Lerchenberg war ein Gewinn für die Luisenburg, für Wunsiedel und die Region. Er hatte den Mut, Musicals auf einer Freilichtbühne zu inszenieren und zog so selbst stoische Theater-Verweigerer auf die Luisenburg: freche, bunte und turbulente Inszenierungen wie „Die Rocky Horror Show“, „Blues Brothers“ oder auch „Cats“ reüssierten als wahre Kassenschlager. Zum ersten Mal wurde in den Zuschauerrängen getanzt und mitgesungen, wurden von sonst ganz seriösen Herren zerrissene Netzstrümpfe getragen und Reis auf die Bühne geworfen. Ja, das war schon eine kleine Sensation. Wichtig war ihm aber auch der Nachwuchs. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf den Rängen: Da wollte er Kinder frühzeitig für „gutes“ Theater begeistern. Der neu geborene Vierklang der Genres Musical, Volksstück, Klassiker und Kinderstück zieht seither jährlich durchschnittlich 140 000 Zuschauer nach Wunsiedel – mehr als die Hälfte von weit außerhalb, was sicher auch der Prominenz des Intendanten zuzuschreiben ist. Lerchenberg (63) hat einen Namen, als Theater- und Filmschauspieler und als Kabarettist. Seit Lerchenberg pilgern Theaterfreunde aus Oberbayern nach Oberfranken. Auch das ist eine kleine Sensation.

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