Dem Volk aufs Maul schauen

Almut König und ihre Kollegen bewahren den unterfränkischen Dialekt.

Die Dialektologin Almut König kann jedem Franken, der die „Kaschber“ aus dem Nachbarort necken will, nur das Buch „Dreidörfer Narrn stehn auf drei Sparrn“ (Verlag Königshausen & Neumann Würzburg 2012. ISBN 978-3-8260-5048-0) empfehlen, zumal sie selbst daran maßgeblich gearbeitet hat.

Die Dialektologin Almut König kann jedem Franken, der die „Kaschber“ aus dem Nachbarort necken will, nur das Buch „Dreidörfer Narrn stehn auf drei Sparrn“ (Verlag Königshausen & Neumann Würzburg 2012. ISBN 978-3-8260-5048-0) empfehlen, zumal sie selbst daran maßgeblich gearbeitet hat.

In Zeiten wie der unseren, wo Effizienz als Totschlagsargument gegenüber allem gebraucht wird, was nicht binnen
zehn Sekunden Rendite verspricht, haben es jene Dinge schwer, die als kulturelles Erbe nicht nur lautstark beschworen, sondern tatsächlich bewahrt werden müssen. Insofern ein Glück, daß es trotzdem eine Einrichtung wie das vom Bezirk Unterfranken geförderte Unterfränkische Dialektinstitut in Würzburg gibt. Und der Interessentenkreis ist groß: Neben Kulturund Heimatpflegern sind das in erster Linie Forscher, Lehrer und Schüler, Zugereiste, aber auch Exoten wie Mundart-Dichter. Nachgefragt wird etwa, um uralte handwerkliche Bezeichnungen und die Funktion von ebenso uraltem Werkzeug über die Sprache zu verstehen. Oder dem Schulunterricht zum Thema Dialekt wertvolle Hinweise zu liefern. Oder den Verfassern von Gedichten, Liedern oder Theaterstücken bei der „Verschriftung“ der Texte zu helfen. Und natürlich gehören interessierte Unterfranken sowieso zu den Nutzern. Hier bekommt „… jeder fachlich fundierte Auskünfte zu dialektologischen Fragestellungen bezüglich des unterfränkischen Dialekts“, so die Homepage des Instituts der Julius-MaximilianUniversität Würzburg.

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