Politik & Gesellschaft

Karl von Schwarzenberg bei seinem Besuch in Nürnberg.
Rechts im Bild: Der Honorarkonsul derTschechischen Republik Hans-Peter Schmidt
Er ist Aristokrat, materiell und intellektuell unabhängig.Trotzdem spricht Karl von Schwarzenberg (77) die Sprache des Volkes. Das macht ihn bei denTschechen so beliebt, deren offizielle Innen- und Außenpolitik er seit 25 Jahren in verschiedenen Ämtern prägt.

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„Ich spüre großen Rückhalt  in der Bevölkerung“
Die jüdische Kultur ist in Franken tief verwurzelt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war vor allem Fürth ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Wer mit offenen Augen durch die Region geht, findet auch heute noch zahlreiche Zeugnisse jüdischer Kultur, etwa die jüdischen Friedhöfe oder die Waisenschul-Synagoge in Fürth.

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„Wir brauchen Stimulanz, um nicht einzuschlafen.”
Die Europäische Metropolregion Nürnberg feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Eine Erfolgsgeschichte? Durchaus, und doch gibt es auch kritische Anmerkungen. Es mangele an Elan, die internationale Strahlkraft der Anfänge verblasse allmählich. Einer der maßgeblichen Initiatoren und Architekten der Metropolregion Nürnberg ist Hans-Peter Schmidt: Altpräsident der IHK Nürnberg, Vorsitzender des Kuratoriums der Europäischen Metropolregion Nürnberg, langjähriger Aufsichtsratsvor- sitzender der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe und Honorarkonsul derTschechischen Republik. Er sieht sich nach wie vor verpflichtet, die Metropolregion anzuspornen und auch selbst mit Ideen direkt am Geschick der Metropolregion Anteil zu nehmen. Wir sprachen mit Hans-Peter Schmidt über die ja noch junge Geschichte der Metropolregion und über die Chancen, die sich durch die maßgeblich von ihm mit vorangebrachte erste bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/17 ergeben.

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Das Fünfte Buch
Eine Podiumsdiskussion des Bayerischen Journalisten- verbandes im Rudolf-Alexander-Schröder-Haus in Würzburg zur Zukunft des LokaljournalismusSchlimmer hätte es kaum kommen können. Für den Liberalismus nicht; für den in Unterfranken einfach nicht tot zu kriegenden Investigationsjournalismus;…

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Eine Frage der Menschlichkeit
Bei all der Diskussion um Angela Merkels zuversichtliches „Wir schaffen das!“ gerät oft in Vergessenheit, daß Deutschland es schon einmal geschafft hat, und das vor nicht allzu langer Zeit. Unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs, als das Land alles andere als ein Wohlstandsland war, wurden 12 bis 14 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und deutschsprachigen Teilen östlicher Nachbarländer aufgenommen. Natürlich nicht ohne Murren, aber letztendlich so erfolgreich, daß heute, 70 Jahre später, keiner mehr weiß, wer von den Mitbürgern ursprünglich aus diesen Gebieten stammt. Das Stadtarchiv Lauf a.d. Pegnitz hat es sich letztes Jahr zur Aufgabe gemacht, die Geschehnisse in der Zeit um 1946 speziell im damaligen Landkreis Lauf in Erinnerung zu rufen. Im Zentrum standen die Berichte von acht Zeitzeugen, die aus der ehemaligen Tschechoslowakei geflohen waren und noch heute in Lauf oder nicht weit entfernt leben. Ihre Erzählungen wurden in Beziehung gesetzt zu den Erlebnisprotokollen von drei Flüchtlingen aus dem Irak, Syrien und Afghanistan. Dokumentiert und mit Fotos angereichert liegen diese Berichte nun in der Publikation „Vertreibung gestern. Flucht heute. Neue Heimat Nürnberger Land“ vor.

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Blick ins EU-Parlament
„Europa“ liegt näher als man denkt – Nicht nur gemessen in Kilometern.Wie ein Amphitheater mit Sprachverwirrung! Das hell erleuchtete Rund unter der Pressetri-büne im Straßburger Europa-Parlament bietet Platz für derzeit 751…

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Die Pension der Welt-Literaten
Vor 60 Jahren logierten Hemingway, Döblin, Dos Passos und weitere Größen der Literatur als Berichterstatter der Nürnberger Prozesse im Jugendstilschloß der Grafen von Faber-Castell in Stein.

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Eine Kette aus wertvollen Perlen
Nürnberg wird seit vielen Jahren als „Gateway to Eastern Europe“, das „Tor nach Osteuropa“, geschätzt. Am 28. April 2005 wurde die Region Nürnberg nun offiziell auch in den Kreis der europäischen Metropolregionen aufgenommen. Welche neuen Chancen ergeben sich daraus für die fränkische Wirtschaft und Kultur? Und wie protieren die vier Millionen Menschen davon, die in der neuen Metropolregion Nürnberg leben? Wir befragten dazu Prof. Dr. Julia Lehner, Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, und Hans-Peter Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe und bis März 2005 Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Schmidt hat sich als Kuratoriumsvorsitzender des Vereins „Die Region Nürnberg e.V.“ mehr als neun Jahre lang für deren internationales Ansehen und Image eingesetzt.

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Eine wirklich rauschende Ballnacht
Nürnbergs vierter Opernball unter dem Motto "Silberrose" lockte 3200 GästeBallnächte rauschen sowieso, selbst wenn sie beben, brodeln, pulsieren, glitzern, funkeln, schwingen, tosen, kreisen, ‘mal kreischen, ‘mal raunen und gegen…

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Die elf großen bayerischen Zeitungshäuser
Nicht immer ist drin, was außen draufsteht – das gilt im übertragenen Sinn auch für die fränkischen Medienhäuser. Schaut man sich die Beteiligungsverhältnisse einmal genauer an, so gehören mehr als 40Titel in Bayern noch elf Zeitungshäusern, die im großen Stil agieren. Unsere Landkarte, die auf der Grundlage einer Studie des Dortmunder Zeitungsforschers Prof. Horst Röper entstanden ist, zeigt dies: In gleichen Farben schraffierte Medienregionen gehören einem Investor: So kommt beispielsweise die Würzburger Main-Post in der Darstellung nicht mehr vor, weil sie von der Eigentümerfamilie Holland (Augsburger Allgemeine) gekauft wurde. Oder: Die Mediengruppe Oberfranken hat ihren Einflußbereich inzwischen über die Saale Zeitung bis in die Rhön und über die Kitzinger Zeitung an die Grenze von Würzburg ausgedehnt. Hier könnte ein künftiger Tausch zur „Bereinigung“ des Marktes beitragen. Und der Süddeutsche Verlag, der in München die Süddeutsche Zeitung herausgibt, ist Mehrheitsgesellschafter der Zeitungsgruppe Hof/Coburg/Suhl, die im Raum Nordbayern und Südthüringen mehrere Regionalzeitungen (Frankenpost, Freies Wort, Neue Presse, Südthüringer Zeitung und Meininger Tageblatt) herausgibt. © BJVReport, Eberhard Wolf
Medienvielfalt? Auch in Franken ein Wort von gestern. Große Verlage haben sich durch Zukäufe ihren Einfluß auf dem Zeitungsmarkt gesichert. Der Leser erhält für sein Geld oft nur noch nachrichtlichen Einheitsbrei.

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Die Drehscheibe für Haltsuchende
Die Zahl der Asylbewerber steigt dramatisch. Allein im Jahr 2014 erreichten gut 4000 neue Flüchtlinge Unterfranken. Die Würzburger Gemeinschaftsunterkunft ist für die Erstversorgung zahlreicher Neuankömmlinge zuständig, um die Erstaufnahmeeinrichtungen in München und Zirndorf zu entlasten.

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Zur Person.
Prof. Dr. habil. Andreas Vogel lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaften der Universität Bamberg. Er ist Gründer und Leiter des Wissenschaftlichen Instituts für Presseforschung und Medienberatung WIP, Köln. Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat Vogel in seiner neuesten Studie die Auflagenentwicklung der regionalenTagespresse seit 1950 dargestellt und nach ökonomischen und soziologischen Ursachen des Auflagenschwundes gesucht. Die im Juni 2014 unter dem Titel „Talfahrt der Tagespresse“ erschienene Studie kann auf der Website der Friedrich-EbertStiftung unter http://library.fes.de/ pdf-files/akademie/10790.pdf kostenfrei heruntergeladen werden.
Regionale Tageszeitungen leiden unter einem drastischen Auflagenschwund. Schuld daran soll das Internet sein. Doch der Bamberger Kommunikationswissenschaftler Dr. habil. Andreas Vogel widerspricht. Im Gespräch mit dem Franken-Magazin fordert er die Verlage zu Experimenten auf. Denn: Ein Leser, der sich nicht mehr von der „Zeitung für alle“ angesprochen fühlt, spart sich das Geld und bestellt sie ab.

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Zwei Kandidaten und ihre Visionen
Das Rennen um die Nachfolge des Würzburger Oberbürgermeisters Georg Rosenthal (SPD), der in den bayerischen Landtag wechselte, wird wohl im März entschieden zwischen dem Personalreferenten und Stadtkämmerer der Stadt, Christian Schuchardt (CDU), der für das bürgerliche Lager ins Rennen geht, und dem Schul-, Sport- und Kulturreferenten Muchtar Al-Ghusain (SPD), den SPD, die Grünen und die Linke unterstützen. Wir konnten die beiden zusammen zu ihren kommunalpolitischen Vorstellungen und Plänen befragen.

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Über Metropolitaner und solche, die es werden wollen.
2005 gegründet, hat die Europäische Metropolregion Nürnberg im letzten Jahr gehörig an Fahrt gewonnen.Geschäftsführerin Dr. Christa Standecker spricht davon, daß ein „zweites Segel“ gesetzt wurde. Was es damit auf sich hat, darüber unterhielten…

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Chefvisite
Ärztemangel? Nicht in Bayern. Zumindest statistisch gesehen. Demnach gelten 93 Prozent der bayerischen Bevölkerung sogar als medizinisch überversorgt. Doch das trifft nur für die Ballungsräume zu. Im ländlichen Raum stößt die ärztliche Versorgung an ihre Grenzen.

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