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Blogbeitrag vom 08.03.2015

Digitalisierung

Im Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel: „Arzneimittel in todsicherer Dosis. Die Pharmazeutin Agatha Christie“

AgathaChristieVon mir nach Wunsiedel sind es gut und gerne 189 Kilometer; knapp zwei Stunden, in denen mir die nach Gras riechenden Dreadlocks der 18jährigen Schauspielerin Zendaya Coleman, der Kümmerling, der nicht für uns singen will, mobile Totholzbiotope und Melioristen der hiesigen Szene, die First-Kiss-Aktion der schweizer Umsonstzeitung „20Minuten“, beeindruckende Konzertschnipsel von Kulturpolitikern und der dergleichen mehr durch den Kopf gehen. Zugegeben, die Vorstellung schreckt, schließlich könnte all das selbst auf sein spezifisches Gewicht eingedickt, irreversible Schäden verursachen. Es kommt, wie Paracelsus schon wußte, auf die Dosis an. „Dosis sola facit venenum.“ Mitunter können eben winzige Partikel schon des Guten zuviel sein. Der nötigen Sachkenntnis wegen habe ich mich, herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens im Herzen, ja schließlich auf den Weg ins Fichtelgebirgsmuseum gemacht. In der Ausstellung „Arzneimittel in todsicherer Dosis. Die Pharmazeutin Agatha Christie“ (bis 25.Mai) kann man sich wunderbar über bewährte Gifte informieren, und erfährt zuverlässig, wogegen es bis heute keine Gegengifte gibt.

Und vor allem: wie sie wirken, die Gifte. Blausäure, Arsen, Morphin, Digitalis, Barbiturate, Strychnin, Chlorhydrate, Aconitin, Atropin, Cocain, Strophantin – alles Mittelchen, die zumindest in den rund 94 Romanen und 15 Theaterstücken der Queen of Crime, Dame Agatha Mary Clarissa Christie (1890 bis 1976), 78 Menschlein gepflegt ins Jenseits beförderten. Man erfährt, daß Sokrates einen Becher Coniin (gefleckter Schierling) trinken mußte und Aristoteles sich mit dem Geifer des Zerberus (Aconitum/Blauer Eisenhut) das Leben nahm. Eisenhut war übrigens auch ein Bestandteil von mittelalterlichen Hexensalben, da das Aconitum ein Hautkribbeln hervorrief, das unter dem Einsatz von Halluzinogenen als Wachsen von Federn gedeutet werden konnte. Auch dem Arsen, dem „Gift des Cinquecento“, das nicht nur für die italienischen Adelsfamilien Visconti, Sforza und Medici, sondern über Jahrhunderte in ganz Europa das Mordgift – weil geruch- und geschmacklos – der Wahl war und auch „Altsitzerpulver“ oder „Erbschaftspulver“ genannt wurde, wird eine Vitrine gewidmet, ebenso wie dem roten Fingerhut.

Der pflanzenkundige Mediziner Leonhard Fuchs hatte 1543 in seinem Kräuterbuch den Fingerhut „Digitalis“ genannt, allerdings war es erst 1867 dem französischen Apotheker Claude-Adolph Nativelle gelungen den wesentlichen Wirkstoff Digitoxin aus der Pflanze zu isolieren. Dumm ist eigentlich bei allen in der Ausstellung präsentieren Giften, daß heute zwar kein Hercule Poirot oder eine Miss Marple, schon gar nicht in Würzburg, zu fürchten wäre, die Verabreichung von Venena (lat. Gifte) mit wissenschaftlichen Methoden aber relativ problemlos nachgewiesen werden kann. Leicht bekäme sonst womöglich das Vorhaben, irgendetwas in puncto “Stadtrat” zu digitalisieren, einen ganz anderen Zungenschlag.


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Blogbeitrag vom 02.12.2014

Armes Schwein

Schweine im FreienAuch dieses arme Schwein ist längst verspeist, aber zumindest virtuell wird es ewig leben. Erwischt wurde es vom dpa-Fotografen (das war damals ich!) in dieser Lebenslust am 26. Juli 2001 auf einer Schweinefarm bei Bergtheim im Landkreis Würzburg. Seither taucht es regelmäßig in den “faits divers” diverser Print- und Online-Magazine auf. Jüngst, am 1.Dezember 2014, als Illustration einer Meldung auf Spiegel-online. Eine Frau im US-Bundesstaat Connecticut mußte mit ihrem Schwein, das ihr als “emotional support” dienen sollte, noch vor dem Start ein Flugzeug wieder verlassen, weil das Schwein sich eben etwas schweinisch aufgeführt hatte.  Laut den  Richtlinien des US-Verkehrsministeriums ist es zwar erlaubt, daß ein Fluggast in schlechter psychischer Verfassung ein Haustier zur Unterstützung auf einen Flug mitnimmt. Allerdings hatte das niedliche Tier  im Gang seine übel riechende Notdurft verrichtet, was die anderen Fluggäste störte.


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Blogbeitrag vom 01.12.2014

Ein toller Hecht

Jensen034Das Einstellen früherer Ausgaben des Franken-Magazins in unsere Internetseite ist durchaus eine mühselige Angelegenheit, nicht zuletzt, weil im einen oder anderen Fall nachgeprüft werden muß, ob ein Artikel überhaupt auch nur ins Archiv paßt. Was soll man machen, wenn etwa eine Gaststätte längst einen anderen Wirt hat und z.B. in der Waldschänke in Stadtsteinach bei Kulmbach Fisch überhaupt nicht mehr auf der Karte steht. Also lassen wir die Geschichte eben weg, um niemanden in die Irre zu führen. Schade ist es dann nur, wenn es zu der Geschichte so schöne Bilder gibt. Wann sieht man schon einmal so einen tollen Hecht?  Wir zeigen halt das Bild mit der nicht sehr intelligenten Bildunterschrift, daß es dieser Hecht gut hat, er ist nämlich schon lange tot. Verspeist, höchstwahrscheinlich im Winter 2005.


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Blogbeitrag vom 23.11.2014

Olfaktorische Sexbomben

SambaPolitisch korrekt war der Ausdruck ohnehin nie. Etwas despektierlich wird damit eine Frau makellosifiziert, von der „eine starke sexuelle Reizwirkung ausgeht“ (Duden); das kommt im öffentlichen, eher androgynen Triebleben allerdings nicht mehr so häufig vor. Natürlich gibt es die Sexbombe noch, wenn auch bevorzugt in diversen medialen Schmuddelecken – Micaela Schäfer etwa wird derzeit gern von Privatsendern gepostet. Die optische Sexbombe war aber eigentlich eine Erfindung der 1950er Jahre, des Kalten Krieges, sie sollte übergreifende Gliedmaßen des Feindes zu reinen Brunftschwielen verkümmern lassen, zumindest solange die von Stanislaw Lem angeregte Psychemie die für eine unmerkeliche Annexion benötigten Benignatoren (Gutstoffe, die eine völlig kaputte, tyrannische Welt paradiesisch erscheinen lassen) nicht in ausreichender Menge bereitstellen würde können. Dem war bekanntlich der Zusammenbruch des Ostblocks vor. Was uns ersatzweise mit dem Clash of cultures und einer in jeder Hinsicht nur als bedauerlich zu bezeichnenden Abart einer Monroe oder Jane Mansfield konfrontierte. Die gefährlichen Etalages wurden jetzt unter einem schwarzen Zelt verborgen. Zu allem Übel wird aber in jüngster Zeit wieder der kalte Krieg aufgewärmt. Und prompt wird das erotische Waffenarsenal modernisiert: Anfang November 2014 wurde – wenn auch eher unabsichtlich – die olfaktorische Sexbombe der Öffentlichkeit vorgestellt. In Nordrhein-Westfalen sprühten sich zwei junge Frauen unmittelbar vor einem Einsatz in ihrem Tatfahrzeug mit Parfüm und Deodorants ein und zündeten sich eine Zigarette an. Die Waffe ist noch nicht ausgereift. Zwar explodierte das Auto und die beiden Frauen wurden mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert, darüber hinaus waren die Auswirkungen jedoch eher bescheiden.

Samba


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Blogbeitrag vom 10.11.2014

Journalistisches Prekariat II

Jubil0001

Die Strasse muß für Fotografen und Fotografinnen eine besondere Anziehungskraft haben. Möglicherweise zunächst nur zum Spaß, zum Üben und zum Bildermachen. Wenn es mit der Medienkrise freilich so weitergeht, liegen bald ganz viele Pressefotografen im Ernst auf der Straße – also: metaphorisch. Die Bilder würden wir gern sehen!


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Blogbeitrag vom 10.11.2014

Eiszeit III

Dorf Gastein

Wie gesagt: So manchem kann es gar nicht kalt genug sein. Hardcore-Skifahrern etwa, die sich sozusagen: zum Vergnügen auf die abwegigsten Gipfel heben lassen, in Berghütten wie dieser bei Bad Gastein sich auftauen lassen, um gleich darauf wieder wie die Verrückten ins Tal zu brettern. Unten strahlen sie dann und betonen unentwegt, daß sie das lieben. Wer’s mag!


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Blogbeitrag vom 10.11.2014

Eiszeit II

Kaeltekammer fuer Rheuma-Therapie

Ganz offensichtlich gibt es auch Menschen, denen kann es gar nicht kalt genug sein. Gegen Rheuma soll das ja gut sein – behaupten jedenfalls Ärzte in Bad Kissingen.


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Blogbeitrag vom 30.10.2014

Eiszeit

Eisbude

So allmählich beginnt wieder die Jahreszeit, in der man nicht fürchten muß, daß einem das Eis davon läuft.


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Blogbeitrag vom 17.09.2014

Journalistisches Prekariat

Vermutlich liegt der Fotograf immer noch da.
WEISSB~1

Fotografen und Kameraleute gehören eindeutig zum journalistischen Prekariat. Wenn es für diese Aussage noch eines Beweises bedurfte … hier ist er!


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Blogbeitrag vom 13.09.2014

Gluck muss man haben …

GluckGuss

Okay Jungs, die Luft ist rein, haut ab!


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Kulturscheunevorne2

Angelika Summa und Wolf-Dietrich Weissbach stellen unter dem Titel „Die Form zweiter Ordnung“ in der Kulturscheune der Altstadtfreunde in Nürnberg Skulpturen und Fotografien aus. Angelika Summa arbeitet mit Stahldrähten, fädelt, knotet, knüpft, wickelt, lötet, biegt und schweißt; dabei entstehen filigrane Kleinobjekte ebenso wie raumgreifende Skulpturen. Wolf-Dietrich Weissbach fotografiert (Mittelformat, Rollfilm) verwirrende, „unordentliche“ Welten, Gestrüpp. Bei beiden geht es in einem gewissen Sinn um „Beobachtung der Beobachtung“. Angelika Summa führt von einer klaren geometrischen Form in eine chaotische Binnenstruktur; Wolf-Dietrich Weissbach schält aus einem undurchschaubaren Quodlibet klare Strukturen.

 

Vernissage: 17.September 2014 18.30 Uhr

Einführung: Dr. Jürgen Sandweg, Kunstmuseum Erlangen

Austellung vom 18. September – 11. Oktober
jeweils Donnerstag bis Samstag von 15:00 bis 18:00 Uhr

 

Kulturscheune der Altstadtfreunde

Zirkelschmiedgasse 30

90402 Nürnberg


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Blogbeitrag vom 11.09.2014

Ausstellung im Spitäle in Würzburg

Spitäle

Bis zum 28.9.2014 zeigen Angelika Summa, Barbara Deutschmann und Andi Schmitt Skulpturen und Malerei in der Galerie der Vereinigung der Kunstschaffenden Unterfrankens (VKU) “Spitäle an der Alten Mainbrücke” in Würzburg. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.


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Blogbeitrag vom 24.08.2014

Würzburger Kulturpreis für Angelika Summa

Der Kulturpreis der Stadt Würzburg wird 2014 an die Bildhauerin Angelika Summa verliehen. Die 1952 in Bayreuth geborene Künstlerin lebt seit 1973 in Würzburg und ist seit 1986 freischaffend tätig. Nach rund 50 Jahren, nach Emy Roeder, ist Angelika Summa die erste Bildende Künstlerin, die mit dem Kulturpreis der Stadt geehrt wird. Seit annähernd 30 Jahren ist Angelika Summa im In- und Ausland (vor allem in Frankreich, aber auch in Mexiko) mit Ausstellungen bzw. auch einzelnen Arbeiten vertreten. Sie nahm an vielen Bildhauersymposien teil, zahlreiche Werke befinden sich im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Sammlungen.

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Im Mai 1939 war es ihren Eltern noch gelungen die damals 14jährige Hedy Epstein mit einem Kindertransport, wie sie vom November 1938 bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 stattfinden konnten, aus Deutschland heraus ins sichere England zu schicken. Hedy Epstein gehörte zu den etwa 10 000 jüdischen und „nicht-arischen“ Mädchen und Jungen bis zu einem Alter von 17 Jahren, die so den nationalsozialistischen Vernichtungslagern entkamen und von denen die allermeisten ihre Eltern nie mehr wiedersahen. Auch Hedy Epsteins Eltern wurden in Auschwitz ermordet. Wenige Jahre später, 1946, gehört die inzwischen 22jährige Frau zum Team der amerikanischen Anklagebehörde in einem der zwölf Nachfolgeprozesse der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse. Aufgrund ihrer guten Deutschkenntnisse – sie war am 15. August 1924 in Freiburg geboren – ist sie beauftragt, Beweismittel zu recherchieren und für die Untersuchungskommission bereitzustellen. Sie mußte – zumeist in Berlin – für den Prozeß gegen 19 Ärzte und einer Ärztin (NS-Ärzteprozeß) Dokumente sichten, die belegten, daß die Angeklagten in den Konzentrationslagern unmenschliche, eigentlich unbeschreibliche, „medizinische“ Experimente an Inhaftierten durchgeführt hatten. Verbrechen, von denen Hedy Epstein bis zu diesem Zeitpunkt nichts gewußt hatte und die sie nun ihr Leben lang nicht mehr vergessen sollte.

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Während bei den Salzburger Festspielen zum wiederholten Male der „Rosenkavalier“ und „Don Giovanni“ lief, würdigte ein kleines Opern-Ensemble aus Franken einen bedeutenden Sohn der Stadt, den Dichter Georg Trakl, dessen Todestag sich heuer zum 100. Mal jährt. Im Innenhof von Trakls Geburtshaus, in dem sich heute die Trakl-Gedenkstätte befindet, wurde an zwei Abenden die Kammeroper „Liebesfluch“ des Komponisten Hans Kraus-Hübner und der Librettisten Michaela Moritz (beide Nürnberger Land) aufgeführt. Unter dem Dirigat von Marino Formenti spielte das Nürnberger Ensemble Pegnitzschäfer-Klangkonzepte; die Gesangrollen bestritten Monika Teepe, Manuel Krauß (beide Nürnberg) sowie Gail Gilmore (ehemals Staatsoper Nürnberg). Die Figur des Georg Trakl mimten die beiden jungen Salzburger Schauspieler Felix Kammerer und Ben Pascal. Regisseur Bruno Berger-Gorski (Wien) bezog in seine raumgreifende Inszenierung – auch die Galerien der den Hof umschließenden Häuser wurden zu Spielorten – Skulpturen von Daniel Spoerri und Julius Deutschbauer ein, so dass zeitgenössische Musik mit zeitgenössischer Kunst eine Alliance einging. Nach Einschätzung von Harald Lacina (“DER NEUE MERKER” und “DER OPERNFREUND”) wurde das Stück „vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen“.Szene Liebesfluch Salzburg Foto MM


von Michaela Moritz    |    Kommentieren

Kunstpreis

Anläßlich der 64. Sommerausstellung des Kunstvereins Bayreuth im Neuen Schloß der Eremitage wurden am 13. Juli 2014 die Bildhauerin Angelika Summa (Würzburg), der Fotograf Jürgen Hinterleithner (Erlangen) und der Maler Roland Schön (Neudrossenfeld) mit dem, mit 1500 Euro dotierten PEMA-Kunstpreis ausgezeichnet. Im Bild von links: Die Preisstifterin Dr. Laura Krainz-Leupoldt (PEMA Weißenstadt), die Preisträger, Jürgen Hinterleithner, Angelika Summa, Roland Schön, Jury-Mitglied Dr. Jürgen Sandweg (Erlangen), Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und der Vorsitzende des Bayreuther Kunstvereins Hans-Hubertus Esser.

 

Drahtwerk

Angelika Summa wurde für ihre „Skulpton”-Serie, zarte, kugelförmige, geknüpfte Drahtgebilde von ca. 100 Zentimetern Durchmesser ausgezeichnet (Im Bild: Skulpton No.4). Die Ausstellung in der Eremitage kann bis zum 24. August (täglich 10 – 18 Uhr) besucht werden.


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Die Galerie Dr. Markus Döbele Effeldorf und die Galerie Döbele Dresden präsentierten auf der ART BODENSEE von 11.–13. Juli 2014 in den Messehallen von Dornbirn (Österreich) Werke von Max Ackermann, Martina Altschäfer, Eugen Batz, Josef Ebnöther, Hermann Glöckner, Herta Günther, Paolo Iacchetti, Andrea Lein, Igor Oleinikov, Tanja Pohl, André Schultze, Angelika Summa, Max Uhlig, Wolf-Dietrich Weissbach, Albert Wigand und andere.

Informationen zu den Künstlern können Sie auf den Internetseiten www.galerie-doebele.de und www.galerie-markus-doebele.de einsehen.


von Wolf-Dietrich Weißbach    |    Kommentieren

Blogbeitrag vom 13.07.2014

Der Tod mag Wurst (gegrrrrrillt)

Eine kleine Phänomenologie der Imbißbude - zwischen Fun-food und Brunftarena. Natürlich wäre ich lieber Aufklärungsbesorger, Kinogänger oder Fünfsterneschwan auf dem Chiemsee statt Fernfahrer mit gewissen Fotokenntnissen und gefürchteter Selbstkritiker. In puncto Geselligkeit nähme sich das fast nichts: Man säße vielleicht nicht so oft vereinsamt an einer Ökotopengrenze neben plattgewalztem Erdpech, aus dem sich an schludrigen Stellen das Schottergras quetscht, wie am Ufer des sagenhaften Flusses Sambatyon, der nur aus Felsgeröll und Sand besteht und den man allerhöchstens am Sabbat überqueren könnte, will man nicht von einem Vierzigtonner überrollt werden. Andererseits entbehrte man beim Italiener um die Ecke der Attraktionen der Straße. Ich denke da an mythologische Wesen, wie sie selbst die Schedel’sche Weltchronik nicht zu überbieten vermöchte: Oben Frau mit ansehnlich Busenfett in einer Brünne aus Nappaleder, unten das Gesäß einer Reichsunmittelbaren auf einem Roller mit 50 ccm-Zweitakt-Einspritz-Motor. Spätestens seit Henry Miller steigern Obszönitäten das Realitätsgefühl.

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Blogbeitrag vom 05.06.2014

Für Geist und Seele

duerer

Ob der Gardasee schon fast so schön ist wie das Meer – darüber stritten sich Literaten und Philosophen seit alters her. Dass seine Schönheit für einen Aufenthalt von einigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten reicht, darüber waren sie sich immer einig. So empfand es auch der Nürnberger Albrecht Dürer, der einen Zwischenstopp am Lago bei seiner ersten Italien-Reise 1495 gleich dazu nutzte, ein Gemälde des zweifelsohne malerischen Arco zu produzieren. Rund 500 Jahre später war das Örtchen beliebter Kurort der Donaumonarchie und mehrfaches Ziel eines jungen Pragers namens Rainer Maria Rilke, der dort seine Mutter besuchte und sich mit großer Hingabe im Dichten versuchte. Aber auch Thomas und Heinrich Mann weilten und zankten sich am nördlichen Gardasee, Franz Kafka schrieb im Nu eine ganze Erzählung, Trakl erlebte – ähnlich wie vor ihm schon Nietzsche – relativ glückliche Tage in seinem unglücklichen Leben, und Goethe kam mit seiner Iphigenie ein gutes Stück voran. Warum die Gegend um Arco, Riva und Torbole so inspirierend wirkt, ist bei dem Seminar „Literarische Erkundungen am Gardasee“ des Veranstalters „Philosophie für Kreative“ zu erfahren und hautnah zu erleben.

Reisetermin ist in diesem Jahr von 5. – 11. Oktober.
Infos unter 0171/9341513 oder www.philosophie-fuer-kreative.de.


von Michaela Moritz    |    Kommentieren
Blogbeitrag vom 19.05.2014

Baukanonen

BaukanonenHm, die Russen …? So wie diese seltsamen Kanonen aussehen, müssen das einfach die Russen sein. Und sie wären dann auch schon in Unterfranken, bei Ochsenfurt. Vielleicht eine Vorhut. Immerhin konnten die Russen ja über Spiegel-online erfahren, daß die Nato kaum in der Lage wäre, sie aufzuhalten. Da müssen wir jetzt ganz schnell ganz viel in die Rüstung stecken, vielleicht können wir sie doch noch abschrecken.


von Wolf-Dietrich Weißbach    |    Kommentieren

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