Bayreuth mit Musik, Öhringen mit Kunst

In Oberfranken funkelt das Phantasie-Fossil „Glotzaugengerch“ die Besucher an, in Hohenlohe-Franken schwenkt Gärtnerlehrling „FlÖHRi“ einladend mit seiner Gießkanne. Gerade einmal 200 Kilometer liegen die Landesgartenschauen in Bayreuth und in Öhringen auseinander. Franken wird in diesem Jahr mit zwei Blütenmeeren verwöhnt.

Bayreuth hat wieder Großes geschaffen. Allein die Fläche von 45 Hektar ist fast einer Bundesgartenschau würdig. Und schon klettert sie noch vor Beginn auf Platz eins aller bislang in Bayern durchgeführten Landesgartenschauen. In Anbetracht der Größe wundert es dann auch weniger, daß die 10000 Bäume, die zwecks Verwandlung eines Streifen Grün- und Ackerlandes in eine naturnahe Flußaue erst einmal wenig ins Auge fallen. Um nicht ganz verloren zu wirken, haben sich viele von ihnen entlang des Rundweges in Reih und Glied an Spalieren zusammengetan. Möglicherweise hat sich dabei die preußische Herkunft der Bayreuther Markgräfin Wilhelmine hervorgetan – denn auch die Gesamtplanung oblag Berliner Landschaftsarchitekten, dem Büro Hahn Hertling von Hantelmann. Es setzt auf freie Sichtbeziehungen über See und Aue hinweg. Daß das Gesamtkunstwerk neue Themen setzt, wünscht sich Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Der neue Landschaftspark „Wilhelminenaue“ trägt immerhin den Namen der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709 – 1758), welche mit Opernhaus, Eremitage und Hofgarten bereits Eckpunkte für große Kultur und Gartenkunst gesetzt hat. Im Zentrum dieses die gesamte Stadt prägenden Vermächtnisses fügt sich nun als verbindendes Element zwischen Innenstadt und Eremitage der neue Park ein. Für die Dauer der Gartenschau blüht es farbenprächtig unter dem Motto „Musik für die Augen“. Blumenschauen mit klangvollen Namen wie das Klangrausch-Medley aus Hopfen und Malz oder Florale Evergreens, aber auch Rosen- und Staudenpflanzungen im Panoramakabinett, arrangiert nach musikalischen emenbereichen, zielen auf die Sinne.

anzeige

anzeige
Sie möchten den Artikel gerne zu Ende lesen?

Das Franken Magazin steht unseren Abonnenten als Online-Archiv kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie unseren Service also in vollem Umfang nutzen möchten, abonnieren Sie am besten noch heute unsere Print-Ausgabe und erhalten den Online-Zugang gratis.

Abonnement abschließen
Ich bin bereits Abonnent

Sie können sich noch nicht entscheiden? Einige Artikel sind auch für Nicht-Abonnenten kostenlos. Hier finden Sie eine Übersicht aller kostenlosen Artikel: Zur Kategorie 'kostenlos'