Archiv: März / April 2016



Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Fülle des Angebotes kann man schon mal den einen oder anderen vergessen. Luther eher weniger; für Goethe und Schiller ist der Umstand, daß jeder ihre Namen kennt, vermutlich sogar schlimmer als Vergessen; Jean Paul hingegen hat 2013 eine Renaissance erlebt, und Friedrich Rückert dürfte, um es etwas salopp auszudrücken, von seinem 150. Todestag in diesem Jahr ebenfalls pro tieren. Zweifellos haben Jubiläen etwas Gutes. Große Geister, Dichter, Denker, Künstler, Musiker rücken ins Zentrum des Interesses. Und von Zeit zu Zeit, wenn sich die Jubiläen, die Geburtstage, Todestage überschlagen, entsteht sogar der Eindruck, Kultur, unsere Kultur, bestünde vor allem aus solchen, gelegentlich versiert moderierten, virtuellen Hinterlassenschaften. Das wäre in Ordnung, wenn sich auch jene, die unsere Kultur vor fremden Einflüssen meinen schützen zu müssen, eingehender mit ihren vorbildlichen Repräsentanten auseinandersetzten. Das ist jedoch ein anderes Thema.

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Visions of GoHo

Die einen wohnen nur gern hier, andere, Hipster, urbane Mittelschicht, Kreative, suchen eine Art Abenteuerspielplatz. Wenn Franken so etwas überhaupt noch bieten kann, dann eigentlich nur im Nürnberger Stadtteil Gostenhof – ein Erlebnisbericht.

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Übersetzungen, „Sendbriefe“, „Predigten“ und „Vermahnungen“

Fünfeinhalb Monate verbrachte der Reformator Martin Luther im Jahr 1530 auf der Veste Coburg und verfaßte hier eine geradezu unheimliche Anzahl an Schriften. Darüber hinaus ist der Aufenthalt in Coburg der am besten und ausführlichsten dokumentierte Abschnitt im Leben des Reformators. Mit Recht versteht sich Coburg als Lutherstadt.

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Ein Genie dank Handicap

Eine Ausstellung im Metropolitan Museum of Modern Art in New York widmet sich dem Werk des in Ansbach geborenen Matthias Buchinger (1674 – 1739), der trotz eines genetisch bedingten Extremitäten-Defektes alsTrickkünstler, Kalligraph, Meister der Mikrographie und Multiinstrumentalist Weltruhm erlangte.

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Smartphoniker

Das ehrgeizigere Fotoprojekt wäre natürlich eine Serie über anthropomorphe, also: menschengestaltige Wesen, deren obere Extremitäten nutzlos herumbaumeln, während sie offensichtlich…

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Hier wurde gelogen, daß sich die Balken bogen

Sabine und Ernst Böhm haben sich dem Erhalt der Mundart und der Volksmusik verschrieben und dies mit fränkischem Essen und fränkischer Gemütlichkeit verbunden.

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Auftrag aus Hollywood – Kein fränkisches Mount Rushmore

Für großes Rätselraten gesorgt hat im Herbst letzten Jahres ein fünf Meter hoher Steinkopf, der in eine Felswand im Steinbruch von Breitbrunn in den Haßbergen gehauen wurde. Wochenlang gab es keine Erklärung für das kreativeTreiben an der Grenze zwischen Unter- und Oberfranken. Inzwischen hat sich das Geheimnis buchstäblich in Staub aufgelöst.

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Schweinfurts berühmtester Sohn

Von allen Ehren mir am meisten wert, ist die, mit der die Vaterstadt mich ehrt.“ Zum 150.Todestag des Sprachgenies, Übersetzers und Dichters Friedrich Rückert

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„Edzerdla“

Das Fränkisches MundArt-Festival wird im Juni in Burgbernheim stattfinden. Einen günstigen Zeitpunkt, der einen Augenblick zur Gelegenheit macht, Möglichkeiten eröffnet und zur Verwirklichung lange gehegter Träume und Wünsche führt,…

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Dem fränkischen Orientwanderer hinterher …

Aktueller denn je ist, was der fränkische Dichter und Orientalist Friedrich Rückert vor etwa 200 Jahren geschaffen hatte: Uns fremde Kulturen nahe zu bringen. Er übersetzteTeile des Korans und einer Menge arabischer, indischer oder persischer Dichtung, dichtete in Fülle und war ein eifriger Wanderer. Anläßlich seines 150sten Todestages am 31. Januar 2016 laden über 80 Veranstaltungen in Erlangen, Schweinfurt, Ebern und Coburg dazu ein, sich dem Sprachgenie zu nähern. EineTagestour auf seinen Spuren in den Haßbergen.

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Die erfahrenste Wildsau hat das Sagen

Weißer Hirsch, Pinselohr und Schwarzkittel – Ein Rundgang durch den Wildpark „Waldhaus Mehlmeisel“ Tiger, Zebras, Elefanten – im Zoo war jeder schon. Mit den exotischen Tieren aus Afrika kennen wir uns bestens aus.…

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Frühlingsadonisröschen – Adonis vernalis

Unsere Serie: Heilpflanzen vom Magerrasen Steppenschönheit mit Herzwirkung Die Liebe schafft Schnittstellen zwischen Himmel und Erde. Das ist im christlichen Glauben so, gilt für die Gefühlswelt des liebenden…

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Badetag für Timmi, Sky, Joe, Lela, Herr Schmidt und „wie heißt der Labrador-Mischling doch nochmal“.

Seit Anfang des Jahres gibt es in Ochsenfurt am Main Bayerns erstes Hunde-Schwimmbad. Ein Vergnügen für die ganze Familie ... selbst ohne Hund. Am Casino abbiegen. Klein Joe ept schon auf der Rückbank. Hier gehr es rein in das Vergnügen. Es ist Badetag.…

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Fürsorge und Verpflichtung

Betrachtung zu unserer Verantwortung für die Flüchtlingskrise Ratlosigkeit gehört mitunter zu den seriösen Geisteshaltungen, vielleicht ist sie sogar vernünftigerweise die einzig mögliche – vor allem, wenn sie…

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Literatur in finsteren Zeiten

Würzburg liest ein Buch – Jakob Wassermanns „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ Vor gut dreieinhalb Jahren taten sich die unabhängigen, inhabergeführten Buchhandlungen Würzburgs erstmals zusammen, um mit der Organisation einer Städteleseaktion an…

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Besser leben ohne Plastik

Wir leben in einer Plastikwelt. Ausstieg unmöglich? Daß ein Leben ohne Kunststoff machbar ist, beweist Nadine Schubert aus Neuschleichach. Sie lebt mit ihrer Familie seit zweieinhalb Jahren (nahezu) plastikfrei.

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