Archiv: Juli / August 2016



Liebe Leserin, Lieber Leser

By the way: Wir Deutschen haben die Briten vor allen in diesen letzten Jahrzehnten immer bewundert, um ihr Image sogar beneidet; zwar waren wir bisweilen auch auf den einen oder anderen unserer Präsidenten stolz, weil sie moralisch manchmal fast an den Papst reichten, aber insgeheim haben viele die Queen zumindest symbolisch als Oberhaupt der EU angesehen. Jetzt sind die Briten mitsamt ihrer Königin (vielleicht unfreiwillig) vom Sockel in den braunen Sumpf gesprungen. Gut, das wäre eine prima Gelegenheit für unsere Berufsdemokraten, endlich wieder vorrangig an ihren Wählerauftrag zu denken. Europa, die EU, macht nämlich wirklich nur Sinn, wenn neben allen durchaus nicht unwichtigen wirtschaftlichen Interessen, die Menschen das Gefühl vermittelt bekommen, daß man sich in diesem, auf eine gemeinsame Kultur beziehenden Staatenbund gegenseitig hilft, sich unterstützt, sich auch ab und an korrigiert. Ein Zerbrechen der EU hingegen, das muß allen klar sein, würde in Europa Kriege wieder möglich machen. Solidarität, Gerechtigkeit, eine gemeinsame Vision von Frieden und einer besseren Welt – so sozialromantisch sich das anhören mag – darum geht es. Wenn Europa das jetzt nicht vermitteln kann, sondern nur Gurken und Tomaten auf Linie bringt und heimlich an TTIP feilt, für arbeitslose Jugendlichen in Südeuropa oder Rentner in Griechenland (um zwei Beispiele zu nennen) aber nichts zu bieten hat, dann überlassen wir wohl eine der schönsten Ideen der Menschheitsgeschichte skrupellosen, rechtspopulistischen Hohlköpfen; die schaffen Europa bestimmt sehr schnell und nachhaltig ab – in jedem erdenklichen Sinne.

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Feminismus auf der Alten Mainbrücke

Regen hätten sie ausgehalten; nackte Haut, Kupfer, Alu, Edelstahl rosten nicht. Mit angetrunkenen Passanten auf der Alten Weinbrücke in Würzburg…

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Comic-Zeitung

Normalerweise mögen Künstler nicht so gerne, wenn man ihnen bei der Arbeit über die Schulter schaut. Aber genau das war…

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Ein Ich im Kaleidoskop

E.T. A. Hoffmann war Dichter, Komponist, Maler und Jurist. Im E.T. A. Hoffmann-Haus in Bamberg wird man von diesem außergewöhnlichen Geist in Bann gezogen.

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Große Oper, wo sie keiner erwartet

Wer bei der „Pocket Opera Company“ die Oper im Mini-Format vermutet, der irrt. Denn, „man kennt das von Damen“, schmunzelt künstlerischer Leiter Franz Killer, „Taschen können unterschiedlich groß sein.“ Und so wird die Nürnberger Kompagnie die weitgehend unbekannte Gluck-Oper „Il parnaso confuso“ am 29. und 30. Juli größer machen als sie eigentlich ist, nämlich zu einem abendfüllenden Ereignis in den Berchinger Sulz-Auen mit Pferden, Pomp und Feuerwerk. Franz Killer und Peter Beat Wyrsch, Regisseur für den „Parnaso“ und vor 42 Jahren einer der zwei Gründer der Company, erzählten dem Franken-Magazin, was die „POC“ nun wirklich ist und was sie zum Finale der bevorstehenden Internationalen Gluck-Opern-Festspiele vorhat.

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Schutz und Zierde

Altägyptischer Schmuck im Knauf-Museum in Iphofen Hochmodern ist auch heute noch, was die alten Ägypter und Ägypterinnen an Schmuck trugen, Halsketten, Ohrringe, Fingerringe, Armbänder etc. Nur…

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„Jedes Wort hat sein Leben!“

Ein Fest der Vielfalt, gegenseitiges Kennenlernen und mehr Mut zur eigenen Dialektsprache, all das wollte Mundartautor Helmut Haberkamm erreichen. Er war Initiator des ersten fränkischen Mundart-Festivals „Edzerdla“ am 18. und 19. Juni im mittelfränkischen Burgbernheim. Was es in anderen Gegenden längst gibt, war in Franken in dieser Form neu. Ein Streifzug durch das Festival und die fränkischen Dialekte.

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Die Lebensmittelretter

Bis zu 50 Prozent aller Lebensmittel landen weltweit im Müll, während in Drittweltländern Menschen verhungern. Mit Lebensmittelverschwendung soll endlich Schluß sein, fordert die Initiative Foodsharing – und leistet dazu einen erheblichen Beitrag. Auch in Franken.

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Zypressen-Wolfsmilch – Euphorbia cyparissias

Unsere Serie: Heilpflanzen vom Magerrasen Aparte Pflanze mit scharfem Innenleben Dekorativ und dezent bereichert die Zypressen-Wolfsmilch mit ihren goldgelben Scheinblüten die mainfränkischen Kalktrockenrasen von Mai bis August. Doch die aparte…

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Der Schwarze Apollo-Falter: Vom unverschämten Falterglück der Rhön

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken, der wird im Mondschein, ungestört von Furcht, die Nacht entdecken. Poesie und Rockmusik können sich entgegen hartnäckiger Klischees durchaus harmonisch ergänzen und gegenseitig veredeln. Diese lyrischen Zeilen stammen aus der…

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Mit vereinter Kreativität

Hammelburg feiert sein 1300. Stadtjubliläum Bei solch einem Wetter – Nieselregen aus zementgrauem Himmel und kalte Böen – wirkt keine Stadt der Welt einladend. Hammelburg…

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Karlas Weg

Oberfrankens „Geheimwaffe“ in Sachen Kunst und Kultur, Dr. Karla Fohrbeck, hat mal wieder einen Schatz gehoben: den Rotmain-Auen-Weg, einen Spazier- und Wanderweg, der entlang der idyllischen Auen des Roten Mains zwischen Bayreuth und Neudrossenfeld-Langenstadt mäandert.

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Vom Umgang mit der NS-Erblast

Erinnerungskultur hat in Franken viele Gesichter. Die einen Städte stellen sich dem schweren, historischen NS-Erbe engagiert selbst, andernorts gehen Initiativen von einzelnen aus. Viele Fragen sind offen, manche Herangehensweise ist umstritten.

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Tanz auf der Linde

Seit 1729 gibt es die Limmersdorfer Lindenkirchweih – Tanzlinden gibt es vor allem in Franken, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen. Wer sich ausführlicher informieren will, sollte das Lindenbaum-Museum in Neudrossenfeld bei Bayreuth besuchen.

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Rosenkranz und rote Fahnen

Ausgerechnet jetzt steckt Europa in der Krise. Ausgerechnet jetzt, wo die restliche Welt in ihrem Elend voller Hoffnung auf den…

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