Auf den Spuren Unamunos

Seit 35 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen dem fränkischen Würzburg und dem spanischen Salamanca. Mit einer Bürgerreise versuchte der Würzburger Oberbürgermeister im September, der Verbindung wieder Leben einzuhauchen.

Es irritiert: Das Wahrzeichen von Würzburgs wunderschöner, spanischer Partnerstadt ist ein aus vorchristlicher Zeit stammendes, seit dem Mittelalter kopfloses, steinernes Viech (Verraco) an der von den Römern unter Kaiser Trajan errichteten Brücke über den Tormes, bei dem sich die City-Biographen mit den Stadthistorikern nicht einmal einigen können, ob sie es als Eber oder Stier verkaufen sollen. Die keltische Provenienz – seit dem 6. Jh. v. Chr. hatten sich auf dem altkastilischen Hochflächen um das spätere Salamanca die Ackerbau betreibenden, keltischen Volksstämme der Vettonen und Vaccäe niedergelassen – spräche wohl für den Eber; die spanische Volksseele aber verneigt sich lieber vor dem Stier.

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