Am Ort der Täter

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg / In "Zeitenraum" 1/2011

So richtig gut gelaufen war das lange Zeit überhaupt nicht. Fast fünf Jahrzehnte brauchte die Stadt Nürnberg nach dem Zusammenbruch des NS-Staats, um sich vollends darüber im Klaren zu sein, daß das bauliche Erbe des Dritten Reichs sich nicht mehr weiter an den Rand anderer vermeintlich vordringlicher Dinge schieben lasse; neben dem Wiederaufbau der Stadt und der wirtschaftlichen Konsolidierung, der Verkehrswegegestaltung und so weiter und so weiter. Die Stadt hatte sich ja keineswegs kollektiv besonders unwohl dabei gefühlt, als sie seinerzeit nicht nur des Führers persönliches Schatzkästlein sein durfte, sondern dazu noch in dem schauerlichen Glanz erstrahlte, den alljährlich der größte Auftrieb uniformierter Massen bei den Reichsparteitagen der NSDAP verbreitete.

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