175 Jahre Scherdel-Braukunst in Hof

Die Scherdel-Brauerei in Hof feiert vom 8. bis 10. September 2006 ihr Jubiläum mit Frühschoppen, Musik und zahlreichen Attraktionen beim „Großen Familientag“. Eine Führung durch die historischen Gewölbe während des Brauereifestes lüftet das Geheimnis der alten Felsenkeller.

BrauereiHof0080

Prokurist Kurt Unverdorben – rechts das alte, aber immer noch genutzte Brauereigebäude in Hof.

Vielleicht gäbe es heute im oberfränkischen Hof die Scherdel-Brauerei nicht, wenn Georg Matthäus Scherdel nicht in den Anfängen eine solche Hartnäckigkeit bewiesen hätte. Denn zunächst war der Konzessionsantrag des Bäckergesellen, der 1831 gemeinsam mit seinem Vater Johann Adam Scherdel aus Schwarzenbach/Saale nach Hof gekommen war, abgelehnt worden, weil „die Zahl der Bäcker hiesiger Stadt im Vergleich zur Einwohnerschaft zu groß“ war. Damals gab es in Hof bereits 37 Bäckereien. Doch mit Hilfe des damaligen Advokaten von Feilitzsch setzte Scherdel seinen Willen durch und erhielt durch das „Resolut vom 23. April 1831“ schließlich doch noch die „Erlaubnis der Ansässigmachung und der Ausübung des Bäckerhandwerks“ in der Karolinenstraße 238. Das Anwesen hatte der Vater, selbst Bäckermeister, zuvor im Dezember 1830 zu einem Preis von 300 Gulden erworben. In der damaligen Zeit standen Bäcker- und Brauhandwerk in enger Verbindung – beide arbeiteten mit Hefe, Wasser und Getreide. So kam es, daß der Bäckermeister Scherdel auf dem Anwesen, für das er das „Backfeuerrecht“ erhalten hatte, schon bald auch Bier braute. Die Nachfrage war schnell größer als die Kapazitäten in seiner „Communalbrauerei“. Deshalb reichte Georg Matthäus Scherdel 1862 ein Gesuch beim Stadtmagistrat zu Hof ein, wonach er auch auf einem gerade erworbenen Grundstück am Unterkotzauer Weg, dem früheren Adam Fischerschen Mulzhaus, das Braugewerbe ausüben wolle.

anzeige

anzeige
Sie möchten den Artikel gerne zu Ende lesen?

Das Franken Magazin steht unseren Abonnenten als Online-Archiv kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie unseren Service also in vollem Umfang nutzen möchten, abonnieren Sie am besten noch heute unsere Print-Ausgabe und erhalten den Online-Zugang gratis.

Abonnement abschließen
Ich bin bereits Abonnent

Sie können sich noch nicht entscheiden? Einige Artikel sind auch für Nicht-Abonnenten kostenlos. Hier finden Sie eine Übersicht aller kostenlosen Artikel: Zur Kategorie 'kostenlos'

Tags: